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Mittendrin statt nur dabei


Apfelbäckchen entdeckt die Welt. Die Devise lautet mittendrin, statt nur dabei und sie versteht es schon jetzt, ihre Absichten und Wünsche deutlich mitzuteilen. Nein, ich will nicht im Hochstuhl sitzen, sondern auf jemandens Schoß! Nein, ich will nicht im Laufgitter liegen! Da kannst du dich selbst reinlegen! Nimm mich, trag mich, halt mich und das allerwichtigste: Beschäftige mich!

Brauchbar sind dafür vor allem knallig bunte Teile mit vielen verschiedenen Materialien, am besten noch irgendwelche Bänder und Knoten, auf denen sich herumkauen lässt, um das juckende Zahnfleisch zu beruhigen. Wenn es dann noch scheppert. Perfekt! 
Meint man. Die Spielzeugkiste quillt über. Dann sitzt das Kind da. Dreht und wendet das teure Spielzeug. Schwupps. Liegt es am Boden. Mama bückt sich, reicht es dem Kind. Dieses dreht und wendet das teure Spielzeug. Schwupps. Liegt es am Boden.

Es ist erstaunlich, wie früh schon gerade die Sachen viel interessanter sind, die man nicht haben kann. Das spornt zu Höchstleistungen an. Es wird sich gestreckt und gereckt, gemeckert und gewunden und unbedingt muss es das Messer, das Glas, die Gabel, der Kugelschreiber oder die Tasse in Mamas Hand sein. Pädagogisch wertvolles Spielzeug eben. Mama ist schneller, Papa nicht immer. Der schlimmste anzunehmende Fall ist allerdings, wenn Apfelbäckchen Zwergnases Spielzeug in die Finger bekommt. Schon jetzt heißt es: "Maaaaamaaaa! Apfelbäckchen spielt mit meinen Sachen!" Das kann ja noch heiter werden. Wie man es dreht und wendet, irgendwie passt das Babyspielzeug für gar kein Alter. Andere Spielsachen müssen her. Aber welche?

Neues Spielzeug ist nicht nötig. Die Lösung list viel billiger. Es braucht so wenig zum Glücklichsein! Wie schön ein kleiner Teelöffel scheppert! Und glänzt! Wie schön das Zeitunspapier raschelt oder die Papiertüte vom Metzger oder ein Päckchen Taschentücher oder eine leere Nudeltüte (Marke egal, können auch die billigen vom Discounter sein!). Mich wundert es ja, dass Ravensburger, Chicco und Co noch keine Plastikverpackungen extra zur Babybeschäftigung auf den Markt gebracht haben. Die babygerechte Nudeltüte! Ganz ohne Nudeln, dafür 10x so teuer! Greifen Sie zu! Das macht Babys glücklich! Nicht. Es muss schon genau die sein, die Mama zuvor in der Hand hatte.

Die Küche gibt auch Spielzeug für Fortgeschrittene her. Man nehme einen Schneebesen, eine Metallschüssel und setze das Kind damit auf die Fliesen. Das kracht und scheppert! Juchu! Ob man das dann allerdings als Ruhe empfindet, ist Ansichtssache :)

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Wann wird's mal wieder richtig Sommer?

Im Sommer kann kommen, was wolle, ich beschwere mich nicht über die Hitze. Es gibt schließlich nichts Schlimmeres als einen verregneten Sommer, bei dem man Trübsal blasend an der Fensterscheibe klebt und verzweifelt, was man mit den Kindern noch anstellen könnte. Dieses Jahr blieb uns das erspart. Wenn es einem zu heiß wurde, fuhr man halt in den Urlaub. Nach Italien oder so.
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Oma in der Pflicht?

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Ich glaube, hier ist jemand dem "Früher war alles besser"-Irrglauben aufgesessen. Zumindest trifft das gezeichnete Bild der Märchen-Oma nicht auf meine eigenen zu. Diese waren jünger als Zwergnases Omas jetzt und auch noch selbstständig. Demnach musste meine Mutter den Alltag mit zwei Kindern auch alleine stemmen. Meine Omas waren da, wenn Not am Mann war oder wenn meine Eltern eben einmal ausgehen wollten. Ich glaube aber nicht, dass sich meine Mutter gewünscht hätte, dass ihre Mutter und ihre Schwiegermutter sich in ihren Haushalt ei…

Der Kindergeburtstag

"Ich bin zur Geburtstagsfeier eingeladen!" Stolz hält mir Zwergnase die liebevoll gebastelte Einladung mit aufgeklebten Monsterauge und Zähnen vor das Gesicht. Seine Aufregung steckt mich an. Das wird sein erster richtiger Kindergeburtstag sein, ohne dass Mama den ganzen Nachmittag Händchen hält. Plötzlich bin ich nervöser als er. Denn Zwergnase gruselt sich schon etwas vor dem ganzen Halloween-Zeug, auch wenn er es nicht zugibt. Zwergnase ist begeistert. In der Woche vor dem Geburtstag malen wir täglich entweder auf Papier oder mit Straßenmalkreide Spinnen, Vampire, Geister und Skelette. Wenn er nachts zu uns ins Bett kriecht, geht das nur noch mit Taschenlampe. Aber seiner Begeisterung tut das keinen Abbruch. Ich bringe es nicht übers Herz, ihn nicht auf den Geburtstag zu lassen, weil er danach Angst haben könnte. Frage aber die Mama, ob ich nicht eine kleine Weile bleiben dürfe. Noch während ich die Nachricht abschicke, komme ich mir wie eine Glucke vor. 
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