Direkt zum Hauptbereich

WhatsApp Gruppenchats

WhatsApp-Gruppen sind eine praktische Sache. Es gibt kaum noch jemanden, der den Messenger-Dienst nicht nutzt, sodass Omas 80. Geburtstag, der Jungesellinnenabschied der Freundin oder die Grillparty am Weiher einfach mit sämtlichen Beteiligten geplant werden kann. Außerdem gibt es die dauerhaft genutzten WhatsApp-Gruppen für die Fotos der Familie oder mit Freunden oder für den Kegelverein, den Schützenverein, für die Feuerwehr, den Fußballverein, das Ballett, für den Kindergarten, den Elternbeirat, die Schule und für alle sonstigen Aktivitäten, die man mit anderen Leuten gemein hat. Informationen können schnell und unkompliziert ausgetauscht werden. Es ist eine super Sache.

Wären da nicht die Bilder oder besser gesagt die automatische Speicherung derselben in der Fotogalerie des Smartphones. Sobald ein Chat etwas länger brach liegt, fühlt sich garantiert irgendjemand dazu berufen, dies zu ändern. Statt eine simple Textnachricht zu schicken, wird ein nettes Bildchen mit katastrophaler Grafik ausgegraben und zusammen mit einem Smiley-lastigen „Guten Morgen!“ in die Welt entsandt. Alternativ kann man auch ein Katzenfoto wählen oder ein Blumen-GIF mit viel Glitter. Außerdem häufen sich in meiner Galerie Fotos mir völlig unbekannter Babys und Kinder. Sie sind zwar allesamt nett anzusehen, aber dauerhaft möchte ich sie eigentlich nicht in der Galerie überscrollen. Weiter verteilen werde ich die Kinder eh nicht, auch wenn ich es nach Belieben könnte...

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, solche Bilder lieb oder lustig zu finden. Stillschweigend wird die Fotogalerie am Wochenende ausgemistet. Der andere hat es ja nur gut gemeint. Gute Absicht hin oder her. Die netten Absichten müllen mir meinen Speicher zu und stehlen mir obendrein meine Lebenszeit, wenn ich Ordnung in meine Galerie bringen will.

So macht man sich in einem WhatsApp-Gruppenchat in nur einer Nachricht unbeliebt. Bitte einfach wie ich neulich darum, nur für die Gruppe relevante Bilder einzustellen. Man könne ja die Bilderspeicherung deaktivieren. (Kann man bei Android nur generell, aber nicht für einzelne Chats.) Das war schon immer so, also bleibt es auch so. Ein Bild zu löschen, sei ja nicht so viel Arbeit. Ja, wenn es denn nur immer EIN Bild wäre! Vielleicht hat sich aber auch noch nie jemand zu sagen getraut, dass ihn die Bilderflut stört. Also werden wohl weiterhin Bilder verschickt und gelöscht, verschickt und gelöscht, wo es doch so einfach wäre. Es gäbe ja auch noch die einzelnen Chats, in denen man Privates vertraulich teilen könnte.

Wie geht es euch mit der Bilderflut am Handy? Löscht ihr für euch uninteressante Bilder direkt oder alle paar Wochen? Hat es der ein oder andere vielleicht sogar schon mal angesprochen? Ich freue mich auf deinen Kommentar! Wenn dir meine Geschichten gefallen, würde ich mich sehr über ein Gefällt-mir auf Facebook freuen!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Oma in der Pflicht?

Auf Einer schreit immer erschien kürzlich ein Gastbeitrag darüber, dass man sich als Mutter Unterstützung von der Oma wünschen würde, die aber ihr Leben in vollen Zügen genießt, sich im Fitnessstudio und auf Reisen herumtreibt, während die Working Mum sich wie im Hamsterrad aus Beruf, Haushalt und Kindererziehung fühlt. Früher sei das ganz anders gewesen. Früher hätten Omas gestrickt und mit dem Enkel auf der Parkbank sitzend Vögel gefüttert.
Ich glaube, hier ist jemand dem "Früher war alles besser"-Irrglauben aufgesessen. Zumindest trifft das gezeichnete Bild der Märchen-Oma nicht auf meine eigenen zu. Diese waren jünger als Zwergnases Omas jetzt und auch noch selbstständig. Demnach musste meine Mutter den Alltag mit zwei Kindern auch alleine stemmen. Meine Omas waren da, wenn Not am Mann war oder wenn meine Eltern eben einmal ausgehen wollten. Ich glaube aber nicht, dass sich meine Mutter gewünscht hätte, dass ihre Mutter und ihre Schwiegermutter sich in ihren Haushalt ei…

Mach Mama müde

Endlich Sommerferien! Man wird die im Kindergarten durch soziales Lernen erworbenen Ungezogenheiten wieder los und man erlebt endlich wieder was. Spannung, Spaß und Spiel hilft gegen jegliche Art und jede Tonlage von "Aber Mama, mir ist langweilig!" Zum Beispiel im Vergnügungspark.
In aller Frühe zieht man sich also viel zu viele Kleidungsschichten an, um für jedes Wetter gewappnet zu sein, packt Proviant ein, für den keine Zeit sein wird und erklärt dem aufgeregt herum hüpfenden Kind, dass es wegen der vielen Leute im Park nicht weglaufen soll. Das Kind nickt artig und läuft schon mal voraus ins Auto. Ähm ja.
Der Parkplatz ist der point of no return. Wenn du aus dem Auto steigst, gibt es kein Zurück. Sobald die ersten Fahrgeschäfte in Sicht sind, scheint der Kopf deiner Kinder vor Freude zu explodieren. "Mama! Schau! Damit will ich fahren!" Während Mama sich noch über ihre brillante Ausflugsidee freut, schlängelt sich der 5-Jährige durch die Leute. Nur sein Ziel…

Von hoffnungslosen Herrchen und ihren Haufen

Ich mag keine Hunde. Sie sabbern, ich mag ihren Geruch nicht und man weiß nie, ob er dich anspringt, wenn du einem begegnest. Aber das Schlimmste sind die Hundehaufen.
Dafür kann das Tier natürlich nichts. Irgendwo muss es sein großes Geschäft verrichten. Und zwar dort, wo es sein Herrchen lässt. Auf Gehwegen, in Sandkästen auf Spielplätzen, in Vorgärten, Garageneinfahrten und auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen. Die aufgestellten Hundetütenbehälter werden ignoriert.
Ich kann es mir schon vorstellen. Am Rande eines Weges. Unbeobachtet. Der Hund setzt an, tut, was er tun muss. Es hat keiner gesehen, warum soll man sich die Hände schmutzig machen? Ein Nachbar hat ein Schild mitten in seinen Vorgarten gesetzt, dass sein Garten kein Hundeklo ist. Gegenüber ein Pappschild: "3 Meter Einfahrt - 3 Hundehaufen. Muss das sein?!" Spricht man die Herrchen an, bekommt man nur eine schnippische Antwort und die Haufen bleiben liegen.
Erheblichen Schaden können Hunde auch auf Futterwiesen a…