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Es werden Posts vom Juli, 2017 angezeigt.

Von Krümel-Knete und schlechtem Karma

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Es gibt Spielzeug. Und es gibt Spielzeug. Am besten ist natürlich pädagogisch wertvolles Spielzeug. Für Eltern ist es außerdem praktisch, wenn die Kinder sich mit dem Spielzeug auch mal alleine beschäftigen können und dabei etwas lernen. Was man in dieser Zeit alles erledigen kann! Wenn die Beschäftigung dann auch noch Spaß macht und die Kreativität fördert... Jackpot! Auf Knetmasse dürfte das alles zutreffen. Zumindest Zwergnase liebt sie, vor allem die, die in diesen kleinen gelben Dosen angeboten wird.
Doch nichts ist umsonst. Denn genau diese Knetmasse aus den gelben Dosen lässt sich zwar sofort wunderbar formen, trocknet aber schnell aus.  Nicht in dem Sinne, dass Zwergnases Knetkunstwerke so aushärten, dass man damit eine dauerhafte Ausstellung bestreiten könnte, sondern eher als Anschauungsmaterial für den Zerfall im Zeitraffer - memento mori im Kinderzimmer sozusagen.  Die Knete krümelt und verteilt sich überall. Wirklich überall. Da hilft auch das Platz-Set nicht, das ich Zwe…

Der Neue, die Notaufnahme & Ich

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Ich schwöre, ich mache so etwas nicht mit Absicht, um hier Geschichten einstellen zu können. Ich bin wirklich so ein Tollpatsch. Im Nachhinein muss man wirklich sagen, dass wir dieses Wochenende, an dem meine Schwester uns ihren neuen Freund vorstellte, nie vergessen werden.
Als Zwergnase Mittagsschlaf hielt, schob ich Aufbackbrötchen fürs Freibad in den Ofen und hiefte die 4-Kilo-Wassermelone aus dem Kühlschrank auf das Schneidebrett. Welch ein Glück, dass ich mir bei IKEA einen geeigneten Säbel besorgt hatte. Ich drehte die Wassermelone und setzte das Allzweckmesser an. Gar nicht so leicht, sie mit der einen Hand richtig in Position zu halten, so dass sie nicht wegrollt. Ah, den Finger nehm' ich da besser weg, sonst ist er ab. Jetzt oder nie! Beherzt stach ich zu. Die Schale knackte ein wenig und dann glitt das Messer wie Butter durch die Frucht. In mundgerechten Stücken wanderte die Melone in die Kühltasche. 
Inzwischen waren auch die Brötchen fertig. Hm, fast etwas kross gewo…

Was will die fremde Frau von meinem Kind?

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Zwergnase hat sich eine von diesen langen Spritzpistolen aus Schaumstoff geholt. Immer wieder zieht er sie auf und schießt Wasser damit nach oben. Er will sehen, wie hoch die Wassersäule steigt, versucht den Kopf der Dusche treffen, versucht zwischen die Spalten im Pflaster zu zielen, gießt die vertrockneten Sträucher rund um den Kinderbereich. Er pumpt das Wasser nach oben, versucht sich von den herabfallenden Wassertropfen treffen zu lassen. Zwergnase hat sichtlich Spaß, während er durch die Gegend läuft und mit dem Wasser experimentiert. Wenn ich ihn hinter einem Strauch nicht sehe, sehe ich eine Wasserfontäne. Es ist eine Freude, ihm zuzusehen.
Plötzlich erscheint eine Frau in meinem Blickfeld, hält zielsicher auf Zwergnase zu,  beugt sich zu ihm herunter und spricht ihn an. Sie unterhält sich einige Minuten mit ihm, Zwergnase tritt von einem Fuß auf den anderen, blinzelt gegen die Sonne nach oben, hört aufmerksam zu. Dann geht sie weiter, ins Becken hinein zu ihrer Tochter, so wie…

Warum Mamas Auto nicht in die Garage darf

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Wir haben eine Garage. In der steht immer das neuere Auto, um es vor Hagel, Vogelkacke, Mardern oder sonstigen unliebsamen Einflüssen zu schützen. Zuerst war das meins, dann hat Papa ein neues bekommen. Wenn der Nasenpapa arbeiten ist, könnte ich die Garage nutzen. Aber dafür bin ich zu bequem. Nur im Sommer ist das anders. Mein Auto steht direkt in der Sonne und mutiert innerhalb von Minuten zum Schnellkochtopf. Sich mit Kind in ein völlig überhitztes Auto zu setzen, wenn das nicht sein muss, wäre  selten dämlich. So gut ist die Klimaanlage auch wieder nicht. Ich parke mein Auto in der Garage, um es kühl zu halten.
So der Plan, der die letzten drei Jahre auch wunderbar funktioniert hat. Doch nun hat Zwergnase ein Wörtchen mitzureden.  Er bekommt einen ausgewachsenen Wutanfall mit Schreien, Zetern und Weinen, als wir vom Kindergarten nach Hause kommen, ich das Auto abstelle, die Garage öffne und das Auto hineinfahre. "Aber da steht doch Papas Auto drin!", schluchzt er.

Ruhig …

Wie eine Schnecke das Kindergartenfest beinahe scheitern ließ

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Schnecken. Man möchte nicht glauben, wo man überall auf Schnecken stößt. Schnecke ist allerdings nicht gleich Schnecke. Mit Nacktschnecken hat Zwergnase Mitleid. Arme, obdachlose Kreaturen. Doch ob mit oder ohne Eigenheim, in seinem Sandkasten hat keine etwas verloren. Mama muss alle mit einer Sandschaufel in den nächsten Busch evakuieren. Zum Glück leben wir nicht in Frankreich. Denn Schnecken kann ich ihm nicht schmackhaft machen. Das heißt... ganz stimmt das auch wieder nicht, aber dazu später mehr. Dass Schnecken das Sommerfest des Kindergartens bedrohen könnten, hätte ich keinesfalls gedacht.
Dabei war Zwergnase so aufgeregt und wollte sein selbst gebasteltes T-Shirt auf keinen Fall ausziehen, als ich ihn mittags abholte. Überhaupt konnte er doch gar nicht nach Hause! Heute war doch Sommerfest und alle sind da! "Und Mama, was ist, wenn ich nicht da bin?", schluchzte meine Drama-Queen beim Schuheanziehen in der Garderobe. Gut, dass ich den Papa-Trumpf in der Tasche hatt…

Wo ist Uropa? - Was soll mein Kind glauben?

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Zwergnases Uropa ist im Februar gestorben. Wie erklärt man den Tod einem Dreijährigen, wenn man ihn doch selbst kaum fassen kann? Ich kann ihm schlecht sagen, dass er das selbst entscheiden soll, wo Uropa ist. Denn Zwergnase will jetzt wissen, warum er nicht mehr in seinem Bett liegt und mit ihm Späße treibt. Ohne irgendwelche Fachartikel zu wälzen, habe ich mich für die Variante entschieden, die auch für mich am tröstlichsten ist.

Uropa ist jetzt im Himmel. Er passt von dort auf uns alle auf.  Vor kurzem waren wir auf dem Friedhof. Er hat das Foto auf dem Kreuz wieder erkannt. Es ist dasselbe, das auch zuhause auf dem Schrank steht. Ich habe ihm nicht erklärt, was sich tatsächlich im Grab befindet. Ich will keine Alpträume und Ängste auslösen.

Der Friedhof ist ein Ort, an dem man die Gestorbenen besuchen und an sie denken kann.
Obwohl wir es bei der Taufe bezeugt haben, so haben wir uns noch nicht mit der religiösen Erziehung unserer Kinder auseinandergesetzt. Wahrscheinlich sind wir a…