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(K)eine Reise nach Italien


Zwergnase ist nun fast 3 1/2 Jahre alt. Das letzte Mal waren wir in Urlaub, als er unterwegs war. Damals ging es nach Riccione in Italien. Wir hatten uns in einem eher unscheinbaren, aber komfortablen Hotel eingemietet, waren täglich am Strand und flanierten abends die Shopping-Meile entlang. Wir haben La Dolce Vita genossen.

Bisher konnten wir uns nicht zu einem Urlaub mit Kind überwinden. Was wir da alles mitnehmen hätten müssen. Verpflegung, Windeln, Kuschelwindel, den gesamten Kleiderschrank, Spielzeug, Kinderwagen. Ein Umzug wäre nicht weniger Aufwand gewesen. Und der Urlaub selbst? Entspannt auf der Liege gammeln? Eher nicht. Ihm hinterher zu rennen hätte sich damit abgewechselt, ihn zum Schlafen zu bewegen. Zuhause lief es hingegen einfach. Eine angenehme Routine, die wir nicht aufgeben wollten.

Ich sitze entspannt auf unserer Decke im Freibad, schaue ihm zu, wie er mit den anderen Kindern im Planschbecken spielt und denke über einen Urlaub nach. Dieses Jahr hätten wir mit Zwergnase wegfahren können. Das Gepäck hätte sich deutlich reduziert, eine gemeinsame Siesta am Mittag wäre ausreichend gewesen, um Strand und Abendprogramm ohne vor Müdigkeit weinendem Kind zu überstehen. Am Strand hätte Zwergnase Krebse, Fischchen und Muscheln untersuchen können, richtige Sandburgen zertreten können, die ihm der Nasenpapa gebaut hätte. Er hätte mit großen Augen über die Weite des Meers gestaunt. Das Glitzern auf der Wasseroberfläche hätte sich in seinen Augen gespiegelt. Vielleicht hätten wir auch einen Wasserpark mit vielen Rutschen besucht, der ganz in der Nähe ist. Abends hätte Zwergnase seine derzeitigen Leibspeisen Nudeln und Pizzarand ohne Ende haben können, eine Kugel Eis als Nachspeise. Er hätte über die Lichter gestaunt und wieviel los ist, obwohl es doch schon dunkel ist. Nicht zuletzt hätte er sich wahnsinnig gefreut, solange aufbleiben zu dürfen.



Doch leider lassen die Rahmenbedingungen dieses Jahr keine Italienreise zu.  Aber Zwergnase vermisst nichts. Er kennt ja keinen Urlaub. Dann kommt Zwergnase angerannt. Die Kinder haben vom Planschbecken in den Sandkasten gewechselt. Er weint und zetert, weil der Sand überall ist und ich muss gaaaaanz unbedingt kommen, weil ich ganz böse Schnecken aus dem Sand nehmen muss. Und ob ich nicht auch noch eine Gießkanne mit Wasser bringen könnte, weil er sonst auf dem heißen Sand nicht sitzen könne. Ich habe plötzlich das Bild vor Augen, wie er sich vom Hotel zum Strand über den weiten Weg beschwert, jammert, weil der Sand am Strand zu heiß ist, einen Mund voll Salzwasser schluckt und deswegen nicht mehr ins Meer will. Überhaupt findet er die Algen und kleinen Fischlein eklig. Was ist, wenn die ihn beißen? Abends versuche ich ihm zu erklären, warum da Soße auf den Nudeln ist, die er aber nicht mag. Vor Hunger wird er quengelig...

... und ach. Eigentlich ist ein Sommer im Freibad auch ganz schön. Mit Pommes und Eis.

Auf mamasdaily.net bin ich auf die Blogparade "Urlaub mit Kind" gestoßen, die mich darüber nachdenken ließ, ob wir nicht doch irgendwie einen Urlaub mit Zwergnase einplanen könnten. 

Kommentare

  1. Hallo Karin!
    Vielen Dank für deinen wunderbaren Beitrag . Und kein Angst, der passt super!

    Herzliche Grüße

    Yvi

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