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Chill mal, Mama!

"Wie? Zwergnase schläft immer noch? Ist er dafür nicht schon zu groß? Klein-Karli braucht keinen Mittagsschlaf mehr, seit er zwei ist!" Der Blick auf Klein-Karli sagt zwar etwas anderes, aber ich halte den Mund.


Das Schlafen


Ich bin die Diskussionen über die optimalen Schlafzeiten der Kinder einfach leid. Mein Kind schläft, wenn es müde ist und aus. Unabhängig von der Uhrzeit. Was andere Eltern mit ihren Kindern machen, ist deren Bier, nicht meins. Ich bin auch niemanden Rechenschaft schuldig. Ich verstehe ohnehin nicht, warum der Mittagsschlaf so schlimm ist. Ich habe mittags eine Verschnaufpause und den restlichen Tag ein gut gelauntes Kind. Win-Win nenne ich das. Warum sollen wir dann auf den Mittagsschlaf verzichten? 

Das Essen


Auf dem Spielplatz fragte mich vor kurzem ein Papa, wie es bei uns mit dem Essen aussähe. Von Portionen in Mäuschengröße bis Bauarbeiter ist alles dabei. Mal isst Zwergnase nur das Gemüse, dann nur die Nudeln und dann wieder nur das Fleisch. Manchmal von allem ein wenig, manchmal den ganzen Teller. Natürlich saß ich vor ihm, habe ihm einen Löffel nach dem anderen abgerungen. Aber wofür? Um in seinem natürlichen Essverhalten rumzupfuschen? Er ist weder zu dick, noch zu dünn. Warum soll er dann mehr essen? Insgesamt isst er sehr ausgewogen. Also wird er schon wissen, was er braucht. Warum ist es den Menschen so wichtig, dass Kinder gute Esser sind? Die Zeiten der Lebensmittelknappheit sind bei uns vorbei. Es ist sicher, dass es eine nächste Mahlzeit gibt, da braucht man nicht auf Vorrat essen.

Das Sauberwerden


Ja, ich habe mir allmählich Gedanken gemacht. Mit fast 3 1/2 Jahren ist Zwergnase nun wohl der landläufigen Meinung nach "spät" sauber geworden. Von "Das kommt von allein" bis "Du musst ihn öfter auf's Klo setzen" waren alle Ratschläge dabei. Die Wahrheit liegt für uns irgendwo dazwischen. Immer wieder habe ich versucht, die Windel wegzulassen. Die meisten Versuche sind im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gegangen. Und auf einmal klappte es. Vielleicht wäre es leichter gegangen, wenn man "Das muss doch jetzt schön langsam werden!" aus den Gedanken gestrichen hätte. 

Als Mama lässt man sich viel zu sehr verunsichern, was ein Kind können und wie es sich verhalten sollte.
Hört man auf, gegen das Kind zu kämpfen,
läuft es fast von allein.
Man erspart sich und dem Kind eine Menge Stress. 
Deshalb:
Chill doch einfach, Mama!

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