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Lego spielen früher und heute

Bild: FreeImages.com / Dirk Ziegener
Oma hat ihn bereits hervor geholt. Den großen roten Eimer voll mit unseren Lego-Steinen von früher. Dazu eine große grüne Platte als Basis. Während Zwergnase mit einem Bagger gespielt hat, haben wir ihm den passenden Stall dazu gebaut. Das ist gar nicht so einfach. Die Statik spielt eine erhebliche Rolle, weil sonst alles auseinander fällt, wenn man das Haus hoch heben will. Man muss darauf achten, dass die Übergänge ineinander greifen. Man braucht keine Türme, man braucht Mauern. Je länger der Stein umso besser. Am meisten verwenden wir die Achter - also die Steine mit acht Noppen. Die nur halb so langen Vierer nimmt man für Ecken oder sowas. Kleinkram eben.


Schnell ist die Erinnerung wieder da, was wir nicht alles mit Lego gebaut haben. Unserer Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Alles war möglich. Natürlich werden wir auch Zwergnase diese kreative Spielwiese nicht vorenthalten - dachten wir zumindest.

Beim Weihnachtsshopping haben wir uns die Baukästen angesehen. Die Enttäuschung ist groß. Die Sets sind voll mit überflüssigen Kleinteilen und von den dringend benötigten Achtern gibt es pro Farbe höchstens zwei Steine? Was soll denn das? Ein Steine-Set mit nur Vierern, Achtern und Sechzehnern haben wir nicht gefunden. Nicht einmal bei Amazon! Stattdessen wird man mit so genannten thematischen Kreativsets zugemüllt, wo man höchstens mal das abgebildete Beispiel nachbauen kann. Das war es dann. Denn für die Großprojekte sind keine Steine da.

Kaufen die Leute dann soviel Sets, bis man genügend Steine zusammen hat? Das hätte Lego wohl gerne... Gut, dass Oma alles so sorgfältig aufbewahrt hat. Und falls irgendwer weiß, wo man die ganz normalen schnöden Grundbausteine noch bekommt, der möge mir bitte einen Kommentar da lassen!

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