Direkt zum Hauptbereich

Einräumanleitung für den Geschirrspüler

Bild: FreeImages.com / Petria Follett
Ich bin kein großer Fan von Hausarbeit. Ich tue eben, was getan werden muss. Eine der langweiligsten Aufgaben ist zum Beispiel das Ausräumen des Geschirrspülers. Ja, ja, ich weiß. Soll man mal froh sein, wenn man einen hat. Ist mir egal. Hier geht es um Luxusprobleme! Weil ich mir nämlich keinen leisten kann, der das Ding für mich ausräumt. Nun hilft jammern ja bekanntermaßen nur wenig. Man kann lediglich versuchen, es sich so einfach wie möglich zu machen. Unter der Prämisse, dass man selbst aktiv wird und die Aufgabe nicht einfach delegiert.

Als zeitsparend hat sich das Sortieren erwiesen. Tasse zu Tasse, Glas zu Glas, flacher Teller zu flachem Teller, tiefer Teller zu tiefem Teller und so weiter. Sperriges Kochgut, das zum lediglichen Vollmachen und aus der Lustlosigkeit des händischen Abwasches heraus in die Maschine gestopft wird, darf dazwischen verteilt werden. Hier bedarf es ohnehin des Meisters in Tetris, um möglichst viel heraus zu holen... äh... hineinzustopfen. Ach, wie auch immer. 

Eigentlich braucht es keine Erläuterung, dass man so mit wenigen Handgriffen gleich mehrere Teile auf einmal entnehmen und aufräumen kann, was diese unliebsame Aufgabe eben recht schnell erledigt sein lässt. 

Manchmal glaube ich, dass mein Mann vor dem Geschirrspüler steht und in ihm das perfekte Mordwerkzeug sieht. Wenn man das Besteck nämlich ganz durcheinander in den Korb steckt, wird sich frau irgendwann die Pulsadern beim Ausräumen aufritzen.Wenn die Messer wieder zwischen den kleinen Kuchengabeln stecken und die Schneiden in alle Richtungen zeigen. Kennst du eigentlich Saw? In einem der Folgeteile wird bestimmt einer gefoltert, indem er den Geschirrkorb leeren muss!

Und dann denke ich wieder, dass es meinem Mann einfach egal ist, wie lange man zum Ausräumen des Geschirrspülers braucht und er deshalb keinen Gedanken daran verschwendet, dass Besteck lieber in Rudeln unterwegs ist. Man. Sieht man doch, wenn man in den Besteckkasten schaut!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Oma in der Pflicht?

Auf Einer schreit immer erschien kürzlich ein Gastbeitrag darüber, dass man sich als Mutter Unterstützung von der Oma wünschen würde, die aber ihr Leben in vollen Zügen genießt, sich im Fitnessstudio und auf Reisen herumtreibt, während die Working Mum sich wie im Hamsterrad aus Beruf, Haushalt und Kindererziehung fühlt. Früher sei das ganz anders gewesen. Früher hätten Omas gestrickt und mit dem Enkel auf der Parkbank sitzend Vögel gefüttert.
Ich glaube, hier ist jemand dem "Früher war alles besser"-Irrglauben aufgesessen. Zumindest trifft das gezeichnete Bild der Märchen-Oma nicht auf meine eigenen zu. Diese waren jünger als Zwergnases Omas jetzt und auch noch selbstständig. Demnach musste meine Mutter den Alltag mit zwei Kindern auch alleine stemmen. Meine Omas waren da, wenn Not am Mann war oder wenn meine Eltern eben einmal ausgehen wollten. Ich glaube aber nicht, dass sich meine Mutter gewünscht hätte, dass ihre Mutter und ihre Schwiegermutter sich in ihren Haushalt ei…

Mach Mama müde

Endlich Sommerferien! Man wird die im Kindergarten durch soziales Lernen erworbenen Ungezogenheiten wieder los und man erlebt endlich wieder was. Spannung, Spaß und Spiel hilft gegen jegliche Art und jede Tonlage von "Aber Mama, mir ist langweilig!" Zum Beispiel im Vergnügungspark.
In aller Frühe zieht man sich also viel zu viele Kleidungsschichten an, um für jedes Wetter gewappnet zu sein, packt Proviant ein, für den keine Zeit sein wird und erklärt dem aufgeregt herum hüpfenden Kind, dass es wegen der vielen Leute im Park nicht weglaufen soll. Das Kind nickt artig und läuft schon mal voraus ins Auto. Ähm ja.
Der Parkplatz ist der point of no return. Wenn du aus dem Auto steigst, gibt es kein Zurück. Sobald die ersten Fahrgeschäfte in Sicht sind, scheint der Kopf deiner Kinder vor Freude zu explodieren. "Mama! Schau! Damit will ich fahren!" Während Mama sich noch über ihre brillante Ausflugsidee freut, schlängelt sich der 5-Jährige durch die Leute. Nur sein Ziel…

Das Hausschwein

Jedes Mal, wenn ich nach dem Mittagessen unter den Tisch schaue, erscheint mir ein Haustier erstrebenswert. Der Küchenboden wäre jederzeit krümelfrei, geradezu wie geschleckt. Freilich müsste man darauf achten, dass das Tierchen alles verträgt und Übergewicht soll es von den Portionen unter dem Tisch ja auch nicht bekommen. Mit so einem Tier übernimmt man schließlich Verantwortung.

Warum eigentlich nicht? Nach kurzen Recherchen bin ich los und komme mit Pumba wieder heim, unserem neuen Hausschwein, ein kleines Allesfresserchen.

Zunächst sitzt Pumba nur in der Ecke. Soll er sich nur eingewöhnen. Ich sichere derweil die Wohnung. Nicht, dass Pumba versehentlich irgendwelches kleinteiliges Spielzeug erwischt oder sich an herunterhängenden Kabeln zu schaffen macht. Da muss man schon vorsorgen. Man kann sich kein Haustier anschaffen und glauben, dass alles so weiterläuft wie bisher!

Schließlich ermuntere ich Pumba zu einer Erkundungstour. Seine Neugier ist geweckt. Zielstrebig läuft er auf …