Direkt zum Hauptbereich

Sie werden so schnell groß


So manche Hausfrau würde wohl einen Schreikrampf kriegen, was bei mir alles im Trockner landet. Nämlich alles. Nur bei den wenigsten Teilen studiere ich zuvor das eingenähte Etikett. Der Kollateralschaden hält sich in Grenzen. Bisher musste ich nur einen Wollpullover zu Grabe tragen, der ohnehin unerträglich kratzte. Auch Zwergnases Kleidung landet im Trockner. Schließlich müssen die Sachen möglichst schnell wieder verfügbar sein. Ich wasche, trockne und bügle. Ich stecke Zwergnase in die Badewanne, wasche und trockne ihn (allerdings per Hand) und lasse das Bügeln weg. Obwohl Zwergnase und seine Wäsche die gleiche Behandlung erfahren, verhalten sich beide ganz und gar gegensätzlich zueinander. Die Wäsche scheint mit jedem Trockenvorgang immer kleiner zu werden, während Zwergnase wie durch ein Wunder mit jedem Waschvorgang zu wachsen scheint.

Obwohl wir doch eben erst die Größe gewechselt haben, geht es schon wieder los auf der Wickelkommode. Wir ziehen und zerren am Body, damit man die Knöpfe unten zubekommt. Nach wenigen Minuten springen sie doch wieder auf. Den Oberteilen scheint die Behandlung im Trockner auch nicht so gut zu bekommen. Haben sie doch letzte Woche noch so schön gepasst! Die Jogginghose erscheint mir auch etwas kurz… Vielleicht sollte ich Zwergnases Kleidung doch separat auf dem Wäscheständer lufttrocknen lassen. Ein frommer Vorsatz, den ich meist genau einmal einhalte.

Wenn wir einen Ausflug machen, wird Zwergnase schick gemacht. Er trägt dann „Vorzeige-Kleidung“, die besonders geschont wird und oft noch nicht gewaschen und getrocknet worden ist. So einen Pulli zog ich vor zwei Wochen aus dem Schrank. Der fällt aber knapp aus, dachte ich mir, als mein Mann mit dem Meterstab um die Ecke kam.

Tatsächlich ist Zwergnase in den letzten drei Monaten (ja, ist wohl mit dem Größenwechsel doch schon etwas länger her) gewachsen. Sachen gibt's...

#lebenmitkindern #kloanegschichten #elternblogger #sogroß #sachengibts #wersolldasbezahlen #hausfrau #täglicherwahnsinn #fashionforkids #geborgenwachsen #familie #erziehung #baby #teamblau

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wann wird's mal wieder richtig Sommer?

Im Sommer kann kommen, was wolle, ich beschwere mich nicht über die Hitze. Es gibt schließlich nichts Schlimmeres als einen verregneten Sommer, bei dem man Trübsal blasend an der Fensterscheibe klebt und verzweifelt, was man mit den Kindern noch anstellen könnte. Dieses Jahr blieb uns das erspart. Wenn es einem zu heiß wurde, fuhr man halt in den Urlaub. Nach Italien oder so.
Wir sahen nicht, wie der Rasen ausblieb, weil wir ständig beim Baden waren. Die Kinder schliefen am Abend müde im Bett und wir saßen mit Cocktail in der Hand auf dem Balkon. Unser Rum-Verbrauch kam diesen Sommer dem eines Piratenschiffs aus der Karibik gleich.
Das Freibad machte im September zu. Am letzten Tag hatte es 30 °C, die darauffolgenden Tage 33 °C. Aber im September kann man ja nicht mehr baden. Viel zu frisch! Als der Rum alle war, kauften wir keinen neuen mehr. Einerseits wollten wir den anonymen Alkoholikern entgehen, andererseits konnte ja jeder Abend der letzte draußen sein. Und dann steht der Rum …

Oma in der Pflicht?

Auf Einer schreit immer erschien kürzlich ein Gastbeitrag darüber, dass man sich als Mutter Unterstützung von der Oma wünschen würde, die aber ihr Leben in vollen Zügen genießt, sich im Fitnessstudio und auf Reisen herumtreibt, während die Working Mum sich wie im Hamsterrad aus Beruf, Haushalt und Kindererziehung fühlt. Früher sei das ganz anders gewesen. Früher hätten Omas gestrickt und mit dem Enkel auf der Parkbank sitzend Vögel gefüttert.
Ich glaube, hier ist jemand dem "Früher war alles besser"-Irrglauben aufgesessen. Zumindest trifft das gezeichnete Bild der Märchen-Oma nicht auf meine eigenen zu. Diese waren jünger als Zwergnases Omas jetzt und auch noch selbstständig. Demnach musste meine Mutter den Alltag mit zwei Kindern auch alleine stemmen. Meine Omas waren da, wenn Not am Mann war oder wenn meine Eltern eben einmal ausgehen wollten. Ich glaube aber nicht, dass sich meine Mutter gewünscht hätte, dass ihre Mutter und ihre Schwiegermutter sich in ihren Haushalt ei…

Der Kindergeburtstag

"Ich bin zur Geburtstagsfeier eingeladen!" Stolz hält mir Zwergnase die liebevoll gebastelte Einladung mit aufgeklebten Monsterauge und Zähnen vor das Gesicht. Seine Aufregung steckt mich an. Das wird sein erster richtiger Kindergeburtstag sein, ohne dass Mama den ganzen Nachmittag Händchen hält. Plötzlich bin ich nervöser als er. Denn Zwergnase gruselt sich schon etwas vor dem ganzen Halloween-Zeug, auch wenn er es nicht zugibt. Zwergnase ist begeistert. In der Woche vor dem Geburtstag malen wir täglich entweder auf Papier oder mit Straßenmalkreide Spinnen, Vampire, Geister und Skelette. Wenn er nachts zu uns ins Bett kriecht, geht das nur noch mit Taschenlampe. Aber seiner Begeisterung tut das keinen Abbruch. Ich bringe es nicht übers Herz, ihn nicht auf den Geburtstag zu lassen, weil er danach Angst haben könnte. Frage aber die Mama, ob ich nicht eine kleine Weile bleiben dürfe. Noch während ich die Nachricht abschicke, komme ich mir wie eine Glucke vor. 
Während ich Zwe…